Holzheimer, Gerd (Hg.)  
Geboren am 2. Mai 1950 in München-Neuhausen wuchs Gerd Holzheimer als Sohn eines Landvermessers auf. Trotz der Abneigung des Vaters gegenüber dem Literaten Thomas Mann kam der junge Holzheimer schon früh mit Literatur in Kontakt. Während der Vater abends seine Vermessungen in eine Karte eintrug, las die Mutter aus Romanen vor. Daraus ergab sich für Holzheimer, der sich selbst als »literarischer Landvermesser« bezeichnet, unausweichlich die Verbindung zwischen Land und Literatur. Nach dem Abitur studierte Holzheimer Germanistik, Geschichte, Politik und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Später arbeitete er als Gymnasiallehrer im Allgäu und München. Auch ein Abstecher auf einen anthroposophischen Bauernhof in Niederbayern ist in seiner langen Liste an Tätigkeiten zu entdecken. Das Gehen zeichnete sich bald als zentrales Motiv seines Schreibens ab und so promovierte er folgerichtig mit einer Studie über die Poetik des Gehens in der Literatur, 1999 unter dem Titel »Wanderer Mensch« publiziert. Als Autor für Funk, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte Holzheimer zahlreiche Texte, daneben Romane, essayistische Lexika und literaturwissenschaftliche Arbeiten. Sein Wissen gibt er als Lehrbeauftragter für Neuere Deutsche Literatur und Bayerische Literaturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität an die jüngere Generation weiter. Des Weiteren betätigt sich Holzheimer als Leiter literarischer Exkursionen »zwischen Würm, Amazonas, Mandovi-River und Ammer oder Amper«. Gerd Holzheimer lebt mit seiner Familie seit 1999 in Gauting. Er ist Mitglied der Münchner Turmschreiber, der Oskar Maria Graf-Gesellschaft und der Phantastischen Gesellschaft. 2013 erhielt er zusammen mit der Kabarettistin Luise Kinseher den renommierten Ernst-Hoferichter-Preis.
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